Positive Grid BIAS Rack Processor
Preamp E-Gitarre Positive Grid BIAS Rack ProcessorPreamp E-Gitarre Positive Grid BIAS Rack Processor (2)

Positive Grid BIAS Rack Processor

(1 Bewertung)
  • Bauart: Modeling
  • Midi: ja
  • Einschleifweg: seriell
  • Recording - Out: ja
  • Ausgänge: 2x Klinke, 2x XLR
  • 25 voll editierbare Presets
  • Kopfhörer Ausgang
  • DI Ausgang XLR symetrisch und Klinke asymetrisch
  • MIDI in/out/thru
  • USB (zur Verbindung mit BIAS Mac/Windows)
  • Bluetooth (zur Verbindung mit BIAS IPad/Iphone)
  • Amp Match Technologie
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Positive Grid BIAS Rack Processor · Preamp E-Gitarre

Der BIAS Rackprocessor ist im Prinzip ein gigantischer "Ampbaukasten". In Verbindung mit der angesagten BIAS Software erhält man schier unendliche Möglichkeiten, seinen eigenen Traumamp zu kreieren. Auf der BIAS Soundcloud Plattform stehen tausende Ampmodels zum Download bereit. Der Knaller ist aber die Amp Match Software: ein vorhandenes Setup bestehend aus Amp, Speaker und Mikrofonierung läßt sich analysieren, sampeln und reproduzieren. So läßt sich der persönliche Traumsound relativ einfach realisieren. Bei den Editierungsmöglichkeiten geht es richtig ans "Eingemachte": verschiedene Komponenten des Amps wie z. B. Vorstufenröhren, Endstufenröhren, Klangregeung und sogar die verschiedenen Transformatoren und Überträger lassen sich austauschen und verändern. Die Programmierung ist sehr intuitiv und ist durch die gute graphische Benutzeroberfläche der Software ein Kinderspiel.
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Ampbastelstube für Soundtüftler

M. Mejdrech am 16.11.2017

Röhre bleibt einfach Röhre und wer mit 400V Anodenspannung aufgewachsen ist, dem fällt es nicht so leicht mit einem der marktgängigen Modelingkisten Freundschaft zu schliessen.
Dummerweise klingt der 2003 JCM800 über die ausgenudelten Greenbacks im echten Leben zum darnieder knieen, im Live-Setup mit InEar aber unverschämt schlecht, kraftlos und wenig inspirierend. Was lag also näher, den BIAS Amp Rack dazu zu zwingen, eben jenen Sound eins zu eins in den Kopfhörer zu wuchten.
Die zuhauf vorhandenen Knöpfe am BIAS Amp versprechen tiefgreifende Editiermöglichkeiten des Amp-Setups, sind aber im Vergleich zu den Möglichkeiten der iPad-App nur ein kleiner Vorgeschmack. Deshalb: Die App ist Pflicht, will man den Modeler auch wirklich sinnvoll nutzen. Nach ersten Verbindungsschwierigkeiten via USB und auch über Bluetooth (die Verbindung kam erst nach einem kompletten Werksreset zustande) begrüsst einen eine aufgeräumte Bedienoberfläche, die die meisten Schritte ohne Studium der Bedienungsanleitung logisch darlegt und dazu auch noch lecker aussieht. Könnte die App auch noch den Geruch eines 30 Jahre alten Marshalls modeln…. Es wäre perfekt!
Also, fix das neue Möbel verkabelt und die Kopfhörer in den Ohren geparkt (ehrlicherweise muss ich sagen, dass bei mir im InEar-Weg noch ein Röhren-Kompressor mit vierfach param. EQ hängt. Ganz ohne Glühkolben geht’s dann doch nicht)
Da das Auge ja bekanntermassen mit isst, kann man sich als ersten Schritt (das Durchchecken der Werkssounds oder der Soundcloud habe ich mir erspart) über das Design des Wunsch-Amps Gedanken machen und seinem Schätzchen Knöpfe, Tolex, Bespannung, Farben und Formen verpassen, dass es eine Lust ist.
Starten wir mit der Tonformung in der Vorstufe. Ich wähle den Standard-Preamp (3 weitere Konfigurationen lassen sich aufrufen). Hier begrüssen uns 12! Potis sowie 7 Kippschalter, was das Hirn vorübergehend überfordert und man versucht ist, die Kiste fluchend wieder einzupacken und zurück zu schicken. Doch es siegt der Spieltrieb 😊
Ich kippe und drehe, schalte und switche, Röhre rein, Röhre raus, Bias rauf/runter, was kann die 12AX7 und warum ist hier keine EF86 (VOX AC30), oder doch lieber eine 12AU7 als Cathode Follower? Der Sound klemmt und kommt wie durch eine zugewürgte Kloschüssel. Ah, Gefahr erkannt…. auf der Transformer-Seite arbeitet eine GZ34 als Gleichrichter. Doch zu spät geboren! Meine Amps hatten schon alle Graetz-Schaltungen als Brückengleichrichter. Die GZ34 geht bei jedem Akkord in die Knie und killt die Versorgungsspannung der Endstufe. Mal lieber auf „Solid State“ umgestellt und schon geht die Sonne auf.
20 Minuten später ist der erste Basis-Sound im Kasten. Obenrum noch zu bissig unter wummerts im Bassbereich. Ich wechsle in den „Tone Stack“ Bereich und wähle aus den 10 Presets „British Crunch“. Das Problem behebt sich von selbst, noch etwas die Mitten reduziert und schon kommen wir dem Ziel „JCM800“ etwas näher. Im „Power Amp“ Bereich geht es dann weiter mit 8 Potis und 2 Kippschaltern. Es lassen sich 4 Basis-Konfigurationen sowie 10 Presets anwählen. Ich belasse die Standardeinstellungen der Endstufe (4xEL34 Endröhren, Push-Pull Betrieb), gebe am BIAS noch etwas Gas Richtung „hot“ und beseitige das Restwummern durch beherztes Reduzieren des „Resonate“ Reglers. Da mich die GZ34 als Gleichrichter schon vor 1 Stunde genervt hat, belasse ich den Transformer auf „Solid State“, was für einen JCM800 ja auch passt.
Der Endspurt steht bevor . . . die Speaker-Sim will programmiert werden. Erfahrungsgemäss der Bereich, der einen in den Wahnsinn treiben kann, da jeder cm und jedes Grad Mikrofonposition den Sound von oberhammermässig nach Müll treiben kann. Die Auswahl an Boxen und Speakertypen lässt keine Wünsche offen. Da findet sich alles, was jemals auf den Bühnen dieser Welt Gitarrensound ins Publikum gebrüllt hat. Eher ernüchternd dann die Auswahl der Mikros . . . . ein SM57 und ein C414! Das war es dann auch schon. Wo ist mein sich über die Jahre bewährtes und heiss geliebtes Sennheiser E906? Vergessen? Keine Lust mehr gehabt? Man wundert sich 😉
Ich entscheide mich für eine 4x12 mit 25er Greenbacks plus (schweren Herzens) ein SM57 in typischer Position. Hmmmm . . . das haut mich nicht um. Verschiedene Mic-Positionen bringen erst mal keine Linderung. Evtl doch lieber ein paar V30? Besser, aber nicht optimal. Zwei Stunden später gebe ich auf, irgendwann sind die Ohren auch müde.
Am nächsten Tage schalte ich die komplette Speaker-Sim per Kippschalter an der Front des BIAS Rack global ab und bastle meine RedBox 5 in den Signalweg. Das isses! Man sollte die alten Schätzchen doch nicht zu früh in die ewigen Jagdgründe schicken. Mit weiteren 30 Minuten Feinschliff an den gefühlt 7000 Knöpfen klingt das im InEar schon mehr als amtlich! Gut, auf diese Weise hat man eben erstmal nur eine „Box“ zu Auswahl. Ich denke, ich werde mich nochmals in Ruhe und frischem Gehör an die Speaker-Sim des Positive Grid setzten.
Jetzt kommt die Königsklasse: Das Avid ElevenRack im 4-Kabel-Methode ins Setup integriert und den Basis-Sound mit etwas Reverb gepimpt sowie die Vorstufe mit einem TubeScreamer angeblasen und violá 😊 das Grinsen geht einmal rund um den Kopf. So muss es sein. Das Sound ist der Wahnsinn. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so einen authentischen und lebendigen InEar-Sound gehabt zu haben. Krass. Ich bin fasziniert.
Fazit:
Der Positive Grid BIAS Amp scheint ein ultimatives Tool zur Amp-Konfiguration zu sein. Das Ergebnis überzeugt zu 100% (gut, die Speaker-Sim bleibt noch zu testen!) auch wenn der Zeitaufwand bis zum gewünschten Ergebnis nicht zu verachten ist. 25 Basis-Sounds lassen sich auf diese Weise erstellen. Mehr als genug für alle erdenklichen Anwendungen. In einem ausgefuchsten MIDI-Setup zum Abrufen der Sounds im Live-Betrieb sind der Vielfalt keine Grenzen gesetzt. Die Midi-Implemetation ist funktional auf die notwendigen Parameter beschränkt. Mehr wäre verwirrend. Die App ist top (auch nicht selbstverständlich) und läd zum Experimentieren ein.
Absolute Kaufempfehlung an alle, die einen flexiblen Modeler suchen, mit dem man abslout authentische Röhren-Amps erstellen kann und die sich nicht zu schade sind, an einen genialen Sound auch mal 3 Stunden hin zu programmieren.

Dieser Artikel wurde durchschnittlich mit 5 von 5 Sternen bewertet. Es wurde 1 Erfahrungsbericht in schriftlicher Form abgegeben. Die Texte geben nicht die Meinung von Musik Produktiv wieder, sondern stellen subjektive Eindrücke unserer Kunden dar.
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09/2016
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