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Charvel

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Charvel

In den 70er Jahren hatte Wayne Charvel in Azusa, Kalifornien, einen Laden für Gitarrenzubehör. Nebenbei reparierte er Gitarren und nahm Modifikationen vor.

Als Wayne Charvel im Herbst 1978 in finanzielle Schwierigkeiten geriet, beschloss er aus dem Geschäft auszusteigen. Er verkaufte die Firma mitsamt dem Namen Charvel an seinen teilhabenden Mitarbeiter Grover Jackson.

1979 präsentierte Grover seine Charvel Gitarren und Bässe zum ersten Mal der Öffentlichkeit. Die Kunde von Grovers Gitarren verbreitete sich wie ein Lauffeuer und schon bald gaben sich namhafte Gitarristen und Bassisten wie Alan Holdsworth, Billy Gibbons, Roger Waters, Randy Rhoads, Jake E. Lee, Vivian Campbell, Gary Moore, Dave Murray und Adrian Smith etc bei Grover Jackson die Klinke in die Hand.

Nach dem built-to-order Prinzip wurde nur auf Bestellung gearbeitet. Es wurde kein Instrument gefertigt, ohne dass dafür eine Bestellung vorlag. Damit war Charvel/Jackson der erste Custom Shop überhaupt, und bis Anfangs der 90er Jahre blieb Charvel/Jackson als reiner Custom Shop tätig.

1981 entwickelte Grover Jackson zusammen mit Randy Rhoads das Randy Rhoads Modell. Im Vergleich zu den anderen Charvel Modellen sah das Randy Rhoads Modell so ungewöhnlich und wild aus, sodass Grover lieber seinen eigenen Nachnamen auf die Kopfplatte schrieb, um dem Namen Charvel nicht zu schaden. Die bisherigen Modelle mit geschraubtem Hals wurden weiterhin unter dem Charvel Logo gefertigt, während fortan die neuen Modelle mit durchgehendem Hals den Jackson Schriftzug erhielten.

Charvels und Jacksons wurden in San Dimas von denselben Mitarbeitern gefertigt, und die beiden Namen traten gemeinsam als eine Marke Charvel/Jackson auf. Die in San Dimas gefertigten Charvels und Jacksons haben die Marke erfolgreich an die Spitze katapultiert und waren sehr beliebt. Am 29. Januar 1986 wurde mit der Seriennummer 5491 in die letzte Charvel aus San Dimas fertiggestellt. Damit endete vorerst die Ära der USA Charvels.

Zeitweilen wurden alle USA-Modelle mit dem Jackson Schriftzug versehen. Seit langem sind aber die USA Modelle auch wieder mit dem Charvel Logo erhältlich. Für jeden Charvel Enthusiasten sind die San Dimas Charvels “the real thing”. Wenn der Kenner von Charvel redet, meint er heute noch diese damals in San Dimas gebauten Gitarren.

Ende 1986 zog der Charvel/Jackson Custom Shop nach Ontario in Kalifornien. Seit Oktober 2002 befindet sich Charvel/Jackson unter dem Dach des FMIC Fender Musical Instruments Corp. Konzerns.

Der Name Charvel/Jackson steht nicht nur für den Pionier der built-to-order Custom Shop Philosophie. Den Instrumenten aus Kalifornien haftet auch der Ruf der Edelmarke für in exzellenter Verarbeitungsqualität aus erlesenen Hölzern und Materialien vollständig von Hand gefertigten und sensationell bespielbaren Hot Rod und Heavy Metal Gitarren an.