Arranger-Keyboards
Lange Zeit mussten sich gerade die kleineren Arranger-Keyboards die wenig schmeichelhafte Titulierung „Tischhupe“ gefallen lassen. Der Grund dafür ist schnell erklärt: Die ersten Instrumente dieser Gattung, die eine Klangerzeugung mit einer stylebasierten Begleitautomatik verbanden, klangen rundherum wenig erbaulich und rumpelten rhythmisch relativ uninspiriert vor sich hin.
Doch diese Zeit ist längst passé, selbst günstige Keyboards der Einsteigerklasse wie etwa das Yamaha PSR E 413 liefern prima Sounds und frische Styles, die längst nicht nur Liebhaber des traditionellen Entertainer-Repertoires inspirieren.
Und um so mehr man sich bei diesen Instrumenten in die Oberklasse vorarbeitet, um so raffinierter und vielfältiger werden die Arrangements: Yamahas Tyros 3 oder auch Korgs PA2X PRO können nicht nur den Schneewalzer mit Bravour zum Besten geben, sondern auch richtig losrocken, losswingen oder soulig losgrooven. Wer auf einer unserer Hausmessen einmal unseren holländischen Freund Michel Voncken am Tyros 3 erlebt hat, weiß wovon hier die Rede ist!
Ohnehin ist es erstaunlich, welchen Komfort die aktuellen Spitzeninstrumente ihrem Besitzer bieten: große berührungsempfindliche Displays, integrierte Festplatte für noch mehr Styles, MIDI-Files und Arrangements, doppelte MIDI-Sequenzer für DJ-mäßiges Überblenden von Songs, Sampling-Unit, Vocal-Harmonizer – die großen Arranger-Keyboards sind echte Workstations, mit denen man von der ersten Idee bis zum fertigen Song wirklich alles machen kann.
Deshalb eignen sich diese Instrumente eben nicht bloß für den typischen Alleinunterhalter, sondern ebenso gut für den ambitionierten Songwriter, der sich lieber ganz auf das Komponieren konzentrieren und keine Zeit mit dem Einspielen von Backings verbringen möchte.