Die wunderbare Welt der Beschallung
wird für den Außenstehenden wohl immer ein unergründliches Mysterium bleiben. Doch auch altgedienten Branchenkennern fehlt aufgrund der enormen Produktvielfalt hin und wieder der rechte Durchblick. Die Gründe sind offensichtlich: Kurze Produktlaufzeiten, steigende Zahl an Anbietern, eine sich immer tiefer spezialisierende Branche und der sukzessive Übergang von analog zu digital. Der Markt reagiert darauf mit einer Flut von Neuentwicklungen.
Exemplarisch lässt sich das Thema Mikrofone voranstellen. Vor zwanzig Jahren wurde ein Gros aller Beschallungen mit einer Mikrofonauswahl von fünf, sechs verschiedenen Exemplaren bestritten. Die Geburtsstunde der berühmten Industriestandards.
Zurück in der Neuzeit erfreuen sich Mikrofonklassiker wie das Shure SM-58, ElectroVoice RE-20 oder Sennheisers MD-421 immer noch einer treuen Anhängerschar, nicht zuletzt aufgrund ihrer guten Allround-Fähigkeiten. llerdings müssen sich diese Standards gegen Neuentwicklungen behaupten, die aufgrund ihrer Konzeption und klanglichen Grundcharakteristik für spezielle Einsatzgebiete designt wurden. Macht ein EV RE-20 sowohl bei der Bläserabnahme als auch in einer Bass-Drum eine gute Figur, so greifen neuerdings viele onleute für die Bass-Drum auf speziell für diese Aufgabe konstruierte Mikrofone zurück.
Wer die Wahl hat – hat die Qual und die ist in puncto Mikrofonie größer denn je. Für einen groben Überblick lassen sich Mikrofone in vier Kategorien unterteilen: Es gibt Mikrofone für Vokal-Anwendungen, die Instrumenten-Abnahme (Schlaginstrumente, Bass/E-Gitarre, Bläser usw.), drahtlose Mikrofone und Studiomikrofone, wobei bei letzteren die Trennung Studio vs. P.A. immer mehr verwischt.
Vorbei die Zeiten, in denen brauchbare drahtlose Mikrofonanlagen zwangsläufig einen nicht unbedeutenden Invest verursachten. Gerade in der Einsteigerklasse gibt es mittlerweile sicheren Funkverkehr mit ordentlichem Sound für einen erstaunlich kleinen Euro. Starter-Sets wie das AKG WMS 40 Pro Vocal bieten ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer bedeutend mehr Geld ausgibt, bekommt bessere Klangqualität und vor allem die Möglichkeit, eine größere Anzahl von Drahtlos-Anlagen sicher parallel betreiben zu können. Was gerade angesichts des immer beliebter werdenden drahtlosen In-Ear-Monitorings ein nicht unwesentliches Kriterium sein kann.
Stichwort: In-Ear: Der persönliche Monitor im Ohr erspart die Schlepperei von klassischen Monitorboxen samt Amping und schont das Trommelfell. Der Tontechniker bedankt sich ebenfalls, sinkt doch durch die konsequente In-Ear-Verwendung die allgemeine Feedback-Gefahr und das Übersprechen von Monitoren in
die Bühnenmikrofonie. Angefangen von günstigen Einsteiger-Sets wie das dB technologies IEM-500 über Sennheisers EW-300 IEM G2 bis hin zu den Top-Anlagen mit speziell für den Anwender gefertigten Ohrhörern (u. a. Ultimate Ears oder Hearsafe), im Bereich In-Ear-Monitoring gibt es mittlerweile die Vollbedienung für jeden Geldbeutel.
Digital kommt, und zwar gewaltig. Können sich in den unteren Preisklassen die analogen Vertreter (Yamaha MG-Serie, Behringer Xenyx) aufgrund ihrer Preisstruktur und der simplen Bedienbarkeit noch gegen die digitale Konkurrenz behaupten, so ist im ProAudio-Sektor und im mittleren Preissegment die Entscheidung in Richtung digital längst gefallen. Besonders die Speicherbarkeit aller Einstellungen (total recall) bringt im Zusammenhang mit stets wiederkehrenden Veranstaltungen (Cover- bzw. Top-40-Bands) enorme Vorteile. Mit den Pulten 01V 96 & LS-9 hat die Firma Yamaha einen Standard gesetzt, der nur zögerlich durch gleichwertige Alternativen gefordert wurde (Roland M-400, Tascam DM-4800). So schön die Vollbedienung der Digi-Pulte hinsichtlich der Ausstattung ist, in der Bedienerfreundlichkeit sind im Semi-Pro-Bereich die analogen Mischpultkonzepte (z.B. Allen & Heath ML-Serie, Soundcraft GB-Serie) den digitalen noch einen Tick voraus. Digitale Signalverarbeitung zusammen mit einer intuitiven Bedienung gibt es erst in der Profi-Liga der Digitalpulte (Yamaha M7-CL, PM-Serie, Digico D-Serie). Es ist allerdings nur eine Frage der Zeit, wann auch die günstigen Digitalpulte über bedienerfreundliche Oberfläche verfügen.
Dass man auch so ein altes Thema wie den altbekannten Powermixer (also ein Mischpult mit eingebautem Verstärker) wieder beleben kann, zeigen die jüngsten Vertreter dieser Spezies. Waren Powermixer in der Anfangszeit schwere Gesellen mit spartanischem EQ und spärlicher Effektabteilung, so zählen heute parametrische Kanal-EQs, digitale Effekteinheiten und Grafik-EQs für die Summe zur Grundausstattung eines modernen Kraftmischers. Wenn dann noch wie in den Behringer PMP-Powermixern leichte Schaltnetzteil Endstufen Verwendung finden, dann könnte man fast von einer Renaissance sprechen. Zusammen mit modernen Boxen mit gewichtsparender Neodym-Bestückung ergibt das eine leichte, kompakte P.A. für Proberaum, Club und Kneipe.
wird für den Außenstehenden wohl immer ein unergründliches Mysterium bleiben. Doch auch altgedienten Branchenkennern fehlt aufgrund der enormen Produktvielfalt hin und wieder der rechte Durchblick. Die Gründe sind offensichtlich: Kurze Produktlaufzeiten, steigende Zahl an Anbietern, eine sich immer tiefer spezialisierende Branche und der sukzessive Übergang von analog zu digital. Der Markt reagiert darauf mit einer Flut von Neuentwicklungen.
Exemplarisch lässt sich das Thema Mikrofone voranstellen. Vor zwanzig Jahren wurde ein Gros aller Beschallungen mit einer Mikrofonauswahl von fünf, sechs verschiedenen Exemplaren bestritten. Die Geburtsstunde der berühmten Industriestandards.
Zurück in der Neuzeit erfreuen sich Mikrofonklassiker wie das Shure SM-58, ElectroVoice RE-20 oder Sennheisers MD-421 immer noch einer treuen Anhängerschar, nicht zuletzt aufgrund ihrer guten Allround-Fähigkeiten. llerdings müssen sich diese Standards gegen Neuentwicklungen behaupten, die aufgrund ihrer Konzeption und klanglichen Grundcharakteristik für spezielle Einsatzgebiete designt wurden. Macht ein EV RE-20 sowohl bei der Bläserabnahme als auch in einer Bass-Drum eine gute Figur, so greifen neuerdings viele onleute für die Bass-Drum auf speziell für diese Aufgabe konstruierte Mikrofone zurück.
Wer die Wahl hat – hat die Qual und die ist in puncto Mikrofonie größer denn je. Für einen groben Überblick lassen sich Mikrofone in vier Kategorien unterteilen: Es gibt Mikrofone für Vokal-Anwendungen, die Instrumenten-Abnahme (Schlaginstrumente, Bass/E-Gitarre, Bläser usw.), drahtlose Mikrofone und Studiomikrofone, wobei bei letzteren die Trennung Studio vs. P.A. immer mehr verwischt.
Vorbei die Zeiten, in denen brauchbare drahtlose Mikrofonanlagen zwangsläufig einen nicht unbedeutenden Invest verursachten. Gerade in der Einsteigerklasse gibt es mittlerweile sicheren Funkverkehr mit ordentlichem Sound für einen erstaunlich kleinen Euro. Starter-Sets wie das AKG WMS 40 Pro Vocal bieten ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer bedeutend mehr Geld ausgibt, bekommt bessere Klangqualität und vor allem die Möglichkeit, eine größere Anzahl von Drahtlos-Anlagen sicher parallel betreiben zu können. Was gerade angesichts des immer beliebter werdenden drahtlosen In-Ear-Monitorings ein nicht unwesentliches Kriterium sein kann.
Stichwort: In-Ear: Der persönliche Monitor im Ohr erspart die Schlepperei von klassischen Monitorboxen samt Amping und schont das Trommelfell. Der Tontechniker bedankt sich ebenfalls, sinkt doch durch die konsequente In-Ear-Verwendung die allgemeine Feedback-Gefahr und das Übersprechen von Monitoren in
die Bühnenmikrofonie. Angefangen von günstigen Einsteiger-Sets wie das dB technologies IEM-500 über Sennheisers EW-300 IEM G2 bis hin zu den Top-Anlagen mit speziell für den Anwender gefertigten Ohrhörern (u. a. Ultimate Ears oder Hearsafe), im Bereich In-Ear-Monitoring gibt es mittlerweile die Vollbedienung für jeden Geldbeutel.
Digital kommt, und zwar gewaltig. Können sich in den unteren Preisklassen die analogen Vertreter (Yamaha MG-Serie, Behringer Xenyx) aufgrund ihrer Preisstruktur und der simplen Bedienbarkeit noch gegen die digitale Konkurrenz behaupten, so ist im ProAudio-Sektor und im mittleren Preissegment die Entscheidung in Richtung digital längst gefallen. Besonders die Speicherbarkeit aller Einstellungen (total recall) bringt im Zusammenhang mit stets wiederkehrenden Veranstaltungen (Cover- bzw. Top-40-Bands) enorme Vorteile. Mit den Pulten 01V 96 & LS-9 hat die Firma Yamaha einen Standard gesetzt, der nur zögerlich durch gleichwertige Alternativen gefordert wurde (Roland M-400, Tascam DM-4800). So schön die Vollbedienung der Digi-Pulte hinsichtlich der Ausstattung ist, in der Bedienerfreundlichkeit sind im Semi-Pro-Bereich die analogen Mischpultkonzepte (z.B. Allen & Heath ML-Serie, Soundcraft GB-Serie) den digitalen noch einen Tick voraus. Digitale Signalverarbeitung zusammen mit einer intuitiven Bedienung gibt es erst in der Profi-Liga der Digitalpulte (Yamaha M7-CL, PM-Serie, Digico D-Serie). Es ist allerdings nur eine Frage der Zeit, wann auch die günstigen Digitalpulte über bedienerfreundliche Oberfläche verfügen.
Dass man auch so ein altes Thema wie den altbekannten Powermixer (also ein Mischpult mit eingebautem Verstärker) wieder beleben kann, zeigen die jüngsten Vertreter dieser Spezies. Waren Powermixer in der Anfangszeit schwere Gesellen mit spartanischem EQ und spärlicher Effektabteilung, so zählen heute parametrische Kanal-EQs, digitale Effekteinheiten und Grafik-EQs für die Summe zur Grundausstattung eines modernen Kraftmischers. Wenn dann noch wie in den Behringer PMP-Powermixern leichte Schaltnetzteil Endstufen Verwendung finden, dann könnte man fast von einer Renaissance sprechen. Zusammen mit modernen Boxen mit gewichtsparender Neodym-Bestückung ergibt das eine leichte, kompakte P.A. für Proberaum, Club und Kneipe.














