Mackie CFX12 MKII, Mischpult
Bestellnummer: 2505070
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Mischpult • Hauptmerkmal: Rackmischer • Eingänge: 8 x Mikrofon XLR / Line Klinke; 2 Stereo Line Klinke • Inserts: für die Monokanäle und Master • EQ Mono-/Stereokanal: 3-Band; semiparametrische Mitten / 4-Band fix • AUX Send/Stereo Return: 2 x pre/­post 2 x post / 2 • Subgruppen: 4 • Kanal-Volumenregler: 60 mm Fader • Ausgänge: Main-Mix-Out/sym.: XLR • Effekte: 32 Bit Digital Multieffekt; 16 Presets • Besonderheiten: Phantomspeisung 48V; Mikrowege mit Low Cut Filter;Kanal On/Off, PFL Schalter; Mono-Out mit Subass-Filter 75 Hz; 12V BNC Lampen-Anschluss; 9-Band Grafik EQ in der Summe • Abmessungen: 437 x 412 x 117 mm •Mackie hat mit seiner neuen CFX•mkII Serie wieder einmal den Standard für preiswerte Mic/Line Mischer mit integrierten Effekten gesetzt. Diese populären 12, 16 und 20-Kanal Livesound Mischer besitzen die originalen von Mackie entwickelten Mikrofonvorstufen, grafische phasenstabile 9-Band Equalizer und viele weitere großartige Eigenschaften für einen guten Livesound. Die neue “mkII” Version zeichnet sich durch ihren schicken grauen Look, neue ergonomische Knöpfe, Seitenwangen mit Gummioberfläche und einem noch günstigeren Preis aus.Der optimale Sound?Ein wichtiges Kriterium für den User bei der Arbeit mit einem Mischpult ist in jedem Fall die Ordnung. Oder sie sollte es zumindest sein. Das fängt mit der richtigen und übersichtlichen Einteilung von Instrumenten/Gesang und definierten Subgruppen wie z.B. Drums, Keyboards oder Vokals an. Dabei sollte die Gruppe, die während des Konzertes am häufigsten bearbeitet werden muss (meistens die Vokals), in der Nähe der Master-Sektion zu finden sein. So werden große Sprünge vor einem Pult vermieden. Doch häufig ist das nicht so – vermutlich eine zusätzlich angeordnete Sportstunde für den Toninge-nieur?Nächster Schritt ist die entsprechende Beschriftung der Kanäle. Am besten eignet sich dazu Kreppband, denn das lässt sich leicht entfernen. Das allseits beleibte Gaffa-Tape ist hier nicht zu gebrauchen. Denn es klebt so fest auf der Konsole, dass mit ihm auch eventuell vorhandene Handpolster abgezogen werden oder einfach lästige Rückstände zurückbleiben.Ein Problem ist die richtige Pegelanpassung der Eingangssignale. Ein hoher Eingangspegel neigt zu Verzerrungen und Übersteuerungen, was den kompletten Sound negativ beeinflusst. Im Gegensatz dazu kann ein sehr geringer Eingangspegel möglicherweise vom eigenen Grundrauschen des Gerätes kaum unterschieden werden. Beide Situationen sind Extreme, der optimale Aussteuerungspegel liegt dazwischen. Der beste Signal-/Rauschabstand (die höchste Signaldynamik) wird erreicht, wenn alle Geräte auf dem höchsten noch vertretbaren Pegel arbeiten (das sollte bei den einzelnen Geräten und nicht erst beim Mischpult eingestellt werden). Mit den einzelnen Gain Reglern passt man die unterschiedlichen Pegel untereinander an, was übrigens nichts mit der resultierenden Lautstärke zu tun hat – der Gain Regler ist KEIN Volumenregler! Als Faustregel gilt: Die über den PFL-Taster aktivierte Anzeige sollte bei maximalen Pegeln knapp unterhalb der 0 dB-Anzeige aufleuchten. Die einzelnen Lautstärken der Eingangskanäle werden anschließend mit dem Kanalfader realisiert, dessen Ausgangspegel sich im Bereich um die 0 dB-Grenze bewegen sollte.Alle weiteren Einstellungen wie z.B. die Grundsounds der einzelnen Kanäle lassen sich theoretisch kaum erläutern, optimale Ergebnisse kann hier nur die Erfahrung bringen. Generell gilt der sogenannte Soundcheck setzt sich aus mehreren Arbeitsschritten zusammen: Überprüfen aller Signalwege, Test der Einzelinstrumente und ein Check der kompletten Band. Wichtig ist ein disziplinierter Ablauf. Wichtig für alle Musiker: Geübt wird zu Hause oder im Proberaum! Nichts nervt mehr, als wenn man ein leises Brummen auf der Bühne sucht, derweil sich der Gitarrist noch mal schnell an seinen neusten Sounds erfreut.Idealerweise schaut man dann kurz, ob die Pegel in Ordnung sind, filtert die ein, zwei gröbsten Probleme (z.B. dröhnende Frequenzen – häufig die unteren Mitten) und fertig. Dann ist es besser, die Combo nur ein paar zusammenhängende Titel gemeinsam spielen zu lassen. So können sich die Musiker auf die Bühnenverhältnisse einstellen, und im Zusammenhang klingen die einzelnen Kanäle dann sowieso etwas anders. Nun hat man Zeit, sich einzelne Kanäle anzuhören und anzupassen. Wenn der Sound dann steht, kann man damit beginnen, die Effekte einzuspielen. Natürlich wird sich der mühsam erarbeitete Sound verändern, wenn sich der Saal langsam mit Publikum füllt. In der Regel wird es sich aber durch die absorbierenden akustischen Eigenschaften der Kleidung um Verbesserungen handeln. So werden Reflexionen am Boden vermindert oder sogar gänzlich aufgehoben und die Nachhallzeit nimmt etwas ab. Bei einem größeren Publikum sollte auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass die Mittel- und Hochtonsysteme der PA hoch genug stehen bzw. idealerweise geflogen werden. Denn wenn die PA nur horizontal in die Bierbäuche der ersten Reihe brüllt, wird hinten nicht mehr als etwas „Gewummer“ ankommen.Die richtige Filtereinstellung ist für viele ein Buch mit sieben Siegeln. Gerade Anfänger fühlen sich überfordert und suchen mit der Entschuldigung „Ich hör’ das nicht“ nach einfachen 08/15-Rezepten, nach denen man einfach den passenden Sound zusammenrühren kann. Es mag frustrierend klingen, aber die gibt es nicht. Sicher existieren einige Regeln und Tipps, die man beachten sollte, aber sie beziehen sich alle nur auf eine einzige Referenz, und zwar auf das eigene Ohr. „Learning by doing“ ist hier angesagt.Am einfachsten sind noch die Bässe und Höhen zu erkennen und einzuordnen, aber sie haben auch relativ wenig Bedeutung für die Verständlichkeit. Schwieriger tun sich Anfänger mit den Mitten: Laute, tiefe Mitten dröhnen kräftig und vermatschen die Stimme, wohingegen sie – wenn zu leise – den Stimmen zu wenig Wärme und Fülle geben. Zu laute hohe Mitten machen Stimmen aggressiv und lästig, zu leise lassen Stimmen dagegen unverständlich und undeutlich werden. Möchte man ein gutes Resultat erreichen und hat dabei mittlerweile so ziemlich alle Regler in eine Richtung gedreht, gilt es hier, immer wieder zu überprüfen, ob man den gewünschten Effekt nicht auch anders und einfacher erreichen kann. Im Zweifelsfall alle Regler auf Mitte stellen und nochmal beginnen. Bei allen Veränderungen am EQ immer auch die Verstärkung im Auge behalten. Bei starken Anhebungen in den einzelnen Filterbereichen muss der Gain-Regler zurückgenommen werden, genauso umgekehrt. Es ist also sehr hilfreich, bei der Filterung auch den PFL-Taster gedrückt zu lassen.Wenn es dröhnt, knallt und zischt, muss man natürlich etwas tun. Sind aber alle Pegel und Signale in Ordnung, muss der Sound noch lange nicht optimal sein. Nun geht es darum , Feinarbeit zu leisten und die Instrumente und Vokals in das richtige Verhältnis zu setzen. Dies wird durch die richtige Lautstärkenverhältnisse als auch durch eine klangliche Korrektur erreicht.Hebt man z.B. alle Bässe und Höhen bis zum Anschlag an, ist es kein Wunder, wenn man keine Details mehr orten oder unterscheiden kann. Speziell die tiefen Frequenzanteile sollten nur bei Instrumenten angehoben werden, wo sie auch hingehören (z.B. Kick Drum oder E-Bass). Es müssen nicht immer alle Instrumente gleich von beginn an „fett“ klingen. Hier mal ein kleines Experiment: Drehen Sie mal – während die Band spielt – bei einem Instrument die tiefen Frequenzanteile langsam auf Null bzw. senken Sie sie ab – Sie werde es kaum merken. Nutznießer sind die typischen Instrumenten der tiefen Frequenzen. Selbst tieffrequente Verzerrungen verschwinden. Deshalb haben viele Mischpulte einen Hochpassfilter. Dieser löscht sehr tiefe Frequenzen scharf unterhalb ihrer Einsatzfrequenz, ohne die Bässe insgesamt abzuschwächen. Manchmal besteht sogar die Möglichkeit, die Filterfrequenz individuell zu setzen – bzw. durchzustimmen.
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