Gibson Gitarren erfreuen sich aufgrund ihrer hochwertigen, erstklassigen Verarbeitung auch bei Musik Produktiv großer Beliebtheit. Neben Fender gehört das Unternehmen Gibson zu den Pionieren bei der Entwicklung von Solidbody Gitarren.

Die Gibson Guitar Corporation mit Sitz in Nashville, Tennessee, ist einer der ältesten amerikanischen Hersteller von Gitarren, E-Gitarren und Gitarrenverstärkern.

Orville H. Gibson (1856-1918), Namensgeber und Gründer der heutigen Gibson Guitar Corporation, begann um 1890 mit der Herstellung von Saiteninstrumenten. 1902 gründete Orville die "Gibson Mandolin-Guitar Co., Ltd", die zunächst hauptsächlich Mandolinen baute, bei deren Konstruktion Orville sich die Bauweise der Geige zum Vorbild nahm und Gitarren und Mandolinen mit gewölbten Decken und Böden baute.

Im Laufe der Jahre setzte Gibson mit immer neuen Ideen Maßstäbe im Instrumentenbau. Bereits 1952 stellte Gibson die legendäre Les Paul vor, welche die Rockmusik wie kaum ein anderes Instrument prägen sollte.

Gibson Gitarren
Die wichtigsten Gibson Gitarren, die seit den 30er und 50er Jahren praktisch unverändert gebaut werden, sind die Modelle L 5, Super 400, Les Paul, Byrdland und die ES-175.
Seit den 40er Jahren werden auch Gibson Gitarren mit eingebautem Tonabnehmer produziert.
Heute repräsentieren E-Gitarren von Gibson sowohl die Geschichte der E-Gitarre, als auch ihre Zukunft. Modelle wie die ES-175, die ES-335, die Flying V, Explorer oder die Les Pauls sind aus der Rockmusik nicht mehr wegzudenken. Obwohl Gibson mit der Les Paul einen zeitlosen Klassiker geschaffen hat, hört Gibson niemals auf, neue Wege zu beschreiten und die Gitarrenwelt immer wieder mit Neuentwicklungen und Innovationen zu verblüffen.

Zu den berühmtesten Gibson Gitarren zählen die folgenden Modelle:

Gibson Les Paul
Bereits 1952 stellte Gibson die erste Les Paul vor. Die Les Paul - von Musiker liebevoll auch "Paula" genannt - war Gibsons erste Soldbody-Gitarre und sollte die Antwort auf die bereits zwei Jahre früher vorgestellte und bereits erfolgreich am Markt platzierte Fender Telecaster sein. Anfangs war sich die Traditionsfirma Gibson unsicher, ob der Name Gibson überhaupt auf so einer neumodischen Brett- Gitarre erscheinen sollte und kontaktierte sicherheitshalber den berühmtesten Gitarristen der damaligen Zeit, um sich mit seinem Namen den Erfolg zu sichern: Les Paul, alias Rhubarb Red, alias Lester William Polfuss, den sie nur wenige Jahre vorher mit seinem Prototypen einer Solidbody-Gitarre weggeschickt hatten. So verkaufte sich das Instrument anfangs recht gut, wurde aber Ende 1960 wegen stark rückläufiger Verkaufszahlen aus der Produktion genommen und durch das SG-Modell ersetzt. Und dann stöpselte 1965 ein gewisser Eric Clapton seine ´59 Les Paul in einen Marshall-Verstärker.

Gibson Explorer
Bereits 1958 erschien die Explorer, deren Markenzeichen ein futuristisch geformter Body (offset hourglass) und eine völlig neue Kopfplatte waren. Dieses absolut revolutionäre Modell brachte anfänglich nicht den erhofften Erfolg und im Jahr ihrer Einführung verkauften sich gerade mal 19 Exemplare, im Folgejahr 1959 nur acht. Auch die Neuauflage Jahre später brauchte einige Zeit bis sich progressive Rockbands ihrer annahmen und der Explorer die Popularität zuteil wurde, die sie verdiente. Die aktuelle Serie basiert auf der ´76er Explorer, ausgestattet mit 496R und 500T Keramik-Pickups, die schon in der Les Paul Classic einen fantastischen Sound bringen und den Charakter des Instruments vorbildlich unterstreichen.

Gibson Flying V
Die Flying V von 1958 war ihrer Zeit damals soweit voraus, dass niemand so recht etwas damit anzufangen wusste und so verstaubte auch die mittlerweile legendäre Flying V in den Regalen der Händler. Erst mit Erscheinen der Zweitauflage Anfang der 60er Jahre konnte sich die Gibson Flying V wachsender Beliebtheit erfreuen. Stars wie Michael und Rudolf Schenker, Andy Powell von Wishbone Ash oder Lenny Kravitz fanden in diesem Meisterwerk des Designs ihre Gitarre fürs Leben.

Gibson SG Style
Im Jahr 1961 änderte Gibson die Form seiner Les Paul Modelle radikal. Der Korpus wurde leichter und flacher und bekam einen scharfen Double Cutaway. Diese neue "Les Paul" bekam später den Namen SG (für Solid Guitar) und wurde zum Markenzeichen des Rock ´n´ Roll in den 60er Jahren. Zwar kehrten die ursprünglichen dicken Les Pauls Jahre später wieder zurück, doch die SG hatte sich mittlerweile eine große Fangemeinde aufgebaut und bis heute konnte sich dieses einzigartige Design seinen Platz auf den großen Bühnen des Rock´n´Roll bewahren.
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